Wenn der eigene Körper zumJungbrunnen wird

Hyaluronsäure, Kollagen, Eigenfett – drei körpereigene Substanzen lassen uns dauerhaft schön werden.
Auf ganz natürlichem Weg.


 

Im Handumdrehen werden Falten beseitigt, Lippen bekommen ein natürliches, ausdrucksstarkes Volumen und Wangen werden so aufgepolstert, dass sie wieder frisch und jugendlich aussehen. Um all das zu erreichen, benötigt man weder Skalpell noch synthetische Substanzen.

Glauben Sie nicht? Stimmt aber!

Der eigene Körper erweist sich im Kampf gegen das Altern als beste Wunderwaffe, die die Natur uns zur Verfügung gestellt hat. Denn er ist bereits von Geburt an so konzipiert, dass er alle Stoffe enthält, die unsere Haut straff und glatt erscheinen lassen.
Sprichwörtlich sieht man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Auch auf unsere Haut, unseren Körper und unser Gesicht trifft dieses zu: Denn die Lösung von Mimikfalten, eingefallenen Wangen und schmalen Lippen liegt so nah nämlich im eigenen Körper.
Es sind drei körpereigene Baustoffe, die uns schön und jung machen. Man muss sie nur nutzen. Das Ergebnis: Wir sehen wieder frisch, jugendlich und dynamisch aus. Und das Beste daran: Wir sind es auf ganz natürlichem Weg wieder geworden. Dabei ist das Zusammenspiel mit der Natur für den Körper besonders schonend, unkompliziert und gleichzeitig extrem effektiv.
Hyalu – was?

Den Anfang macht eine Substanz mit unaussprechlichem Namen: Hyaluronsäure. Sie ist in großen Mengen in unserem Körper vorhanden: im Auge, in Knorpeln und Gelenken, in der Tränenflüssigkeit und vor allem im in der Haut. Hyaluronsäure ist ein perfekter Wasserspeicher. Ein Gramm davon ist in der Lage, bis zu sechs Liter Wasser zu binden. Unsere Haut wird dadurch glatt und straff.
Im Laufe der Jahre baut sich diese Hyaluronsäure aber immer weiter ab. Mit vierzig Jahren haben wir nur noch halb so viel davon im Körper wie zu Beginn. Mit sechzig Jahren sind es sogar nur noch zehn Prozent. Das Ergebnis: Das Gesicht wirkt zunehmend faltiger und schlaffer.
Die Lösung dafür liegt auf der Hand: Man muss dem Körper lediglich die verloren gegangene Hyaluronsäure wieder hinzufügen. So kann man die eigene Schönheit bewahren – und das auf ganz natürlichem Weg.
Die Hyaluronsäure erweist sich dabei als wahrer Alleskönner: Alle Arten von Falten werden mit ihr korrigiert, Lippen werden voluminöser und auch tiefer liegende Akne- und Unfallnarben können sanft, aber effektiv korrigiert werden. Ebenso können Brüste damit vergrößert werden und auch dünne Waden oder ein zu flacher Po bekommen eine natürliche Aufpolsterung. So groß das Spektrum ist, so denkbar einfach ist die Behandlung: Die Hyaluronsäure wird lediglich mit einer kleinen, feinen Nadel direkt ins Gewebe gespritzt. Dort entfaltet sie sofort ihre Wirkung: Sie bindet das Wasser und  polstert die Falten von innen auf. Die Haut wird wieder glatt und das Erscheinungsbild der Haut regeneriert sich.
Genau wie der Faltenkiller Botox baut sich auch Hyaluronsäure nach einiger Zeit von selbst wieder ab. Neun bis zwölf Monate hält die Wirkung an, danach kann aber problemlos nachbehandelt werden.

Feine Fasern extrem stark

Neben der Hyaluronsäure ist Kollagen ein weiterer Baustoff, mit dem man die Schönheit auf ganz natürlichem Weg bewahren kann. Ebenso wie Hyaluronsäure ist Kollagen in unserem Körper in großen Mengen vorhanden: Es ist natürliches Eiweiß und mit einem Anteil von über 30 Prozent das am meisten verbreiteste Eiweiß in unserem Körper. Man findet es in Zähnen, Sehnen und Bändern und – natürlich – in der Haut. Dort übernimmt es eine wichtige Funktion: Es ist dafür zuständig, unser Bindegewebe von innen zu stützen. In der Haut läuft dabei Folgendes ab: Ständig werden alte Kollagenfasern durch neue ersetzt. Das Besondere an diesen Fasern: Sie sind enorm zugfest. Die feinen Fasern können Gewichte bis zum Zehntausendfachen ihres Eigengewichts tragen. So bleibt unsere Haut elastisch und straff.
Durch den ganz natürlichen Alterungsprozess aber werden immer weniger alte Fasern durch neue ersetzt. Der Prozess gerät derart ins Stocken, dass die Kollagenfasern ausdünnen und durchlässig werden. Das Bindegewebe erschlafft und die Haut wird faltig.
Doch diesen Prozess kann man auf natürliche Art wieder auf Höchstform trimmen. Denn es ist möglich, Kollagen von außen wieder zuzuführen. Dazu gewinnt man aus Rinderkollagen, aus der Haut von Säugetieren, dem Eiweiß von Austern und aus verschiedenen Pflanzen eine Substanz, die dem menschlichen Kollagen sehr ähnlich ist. Dieses wird – genau wie die Hyaluronsäure – direkt in das Gewebe gespritzt. Danach werden die einzelnen Fasern in die Haut einmassiert – und entfalten sofort ihre Stützwirkung: Das Eiweiß bildet ein Gerüst, so dass die eingesunkenen Bereiche von innen wieder aufgefüllt werden.
Ähnlich wie die Hyaluronsäure hat Kollagen nur eine begrenzte Wirkung. Wann der Körper das Kollagen wieder abbaut, ist von Mensch zu Mensch verschieden. In der Regel hält die Substanz sechs bis acht Monate und danach? Kann sie problemlos wieder eingespritzt werden.

Faltenlos dank Eigenfett

Auf natürlichem Weg schön werden und bleiben – neben Hyaluronsäure und Kollagen kann auch Eigenfett ein hervorragendes Ergebnis erzielen. Und das Beste daran: Eigenfett kann zu einem dauerhaften Effekt führen.
Die Idee hinter Eigenfett ist simpel aber genial: Man entnimmt dem Körper an den Stellen Fettzellen, an denen sie als störend empfunden werden – und an denen sie nicht gebraucht werden. Bauch, Gesäß, Hüfte oder Oberschenkel eignen sich dafür hervorragend. Nachdem das Fett entnommen wurde, wird es in gereinigt und aufbereitet. Überflüssige Bestandteile werden an dieser Stelle von der reinen Fettzelle getrennt. Danach ist das Fett bereit, um in den Körper wieder implantiert zu werden.
Das Einsatzgebiet von Eigenfett ist groß: Wangenknochen werden aufgepolstert, das Kinn kann neu modelliert werden und selbst tiefere Falten werden spielend leicht ausgeglichen.
Nebenwirkungen gibt es bei der Eigenfett-Therapie kaum. Denn es ist ein körpereigener Stoff und das Gewebe kann die neuen Zellen perfekt integrieren. Die „verpflanzten“ Fettzellen wachsen an und werden nicht mehr abgebaut – einer dauerhaften Schönheit steht nichts mehr im Weg.

Baustoffe der Natur


Hyaluronsäure
Diese körpereigene Substanz funktioniert wie eine Baby-Windel: Sie speichert Wasser. Ein Gramm Hyaluronsäure ist in der Lage bis zu sechs Liter Wasser zu binden. Die Folge: Die Haut wird straff und prall. Im Laufe des Lebens baut unser Körper Hyaluronsäure ab. Doch die gute Nachricht: Man kann die verloren gegangene Säure von außen wieder zuführen.

Kollagen
Kollagen ist das am meisten verbreiteste Eiweiß in unserem Körper. Dieses Eiweiß schließt sich so zu Fasernetzen zusammen, dass es zum Stützgerüst unseres gesamten Bindegewebes wird. Kollagen ist dafür zuständig, dass die Haut nicht in sich zusammen fällt, sondern elastisch und vor allem fest ist.

Eigenfett
Die natürlichste Art, Falten zu minimieren und dem Gesicht eine neue Kontur zu geben, ist Eigenfett. Dazu entnimmt man Fettzellen an Stellen, an denen sie nicht benötigt werden – und fügt sie an anderer Stelle wieder ein. So einfach die Idee ist, so gering sind die Nebenwirkungen. Der Körper kennt die „neuen“ Zellen ja bereits und kann sie daher perfekt in das Gewebe integrieren. 


Die Orientierung behalten


Die Faltenunterspritzung ist eine Kunst für sich. Denn derzeit gibt es mehr als 120 verschiedene Faltenfüller auf dem Markt und ständig kommen neue hinzu. Eine sinnvolle Unterscheidung liefert die Resorbierbarkeit, also die Dauer, nach der das Material wieder abgebaut wird.


Zu den abbaubaren Füllstoffen gehört Kollagen. Dieses kann entweder aus Rindern (z.B. Zyplast) oder auch vom Schwein (?Evolance?) gewonnen werden. Auch Hyaluronsäure gehört zu den abbaubaren Fillern. Dieses wird aus tierischen Eiweißen oder auch mittels moderner Biotechnolie hergestellt.

Filler, die mit Polymilchsäure arbeiten (?Sculptra?), zählen zu den Fillern mit einem verzögerten Abbau. Auch gibt es Stoffe, die der natürlichen Knochensubstanz ähneln und so die Falten von innen füllen (Filler-Markenname:
Radiesse).

Neben den abbaubaren Füllstoffen und den Materialien mit einem verzögerten Abbau gibt es noch die dauerhaften Filler. Diese enthalten einen synthetischen Kunststoff, der dazu führt, dass die Stoffe permanent im Körper bleiben. Die Markennamen sind unter anderem ArteColl, Aquamid oder auch Bio-Alcamid.


Checkliste

 


Wie finde ich das richtige Material?
Jeder Mensch und jeder Körper ist anders. Individuelle Lösungen stehen daher bei der Behandlung an erster Stelle. Zusammen mit Ihrem ästhetisch plastischen Chirurgen werden Sie festlegen, welches Materia ql für Sie das beste und schonendste Ergebnis garantiert. Folgende Kriterien sind bei der Bewertung der verschiedenen Substanzen entscheidend.


? gute Verträglichkeit
? geringes Allergierisiko
? einfache und schnelle Anwendung
? lange Haltbarkeit
? niedrige Kosten

Wägen Sie zusammen mit Ihrem Behandler alle Vor- und Nachteile des jeweiligen Materials in Ruhe ab. Dann finden Sie genau die Substanz, die Ihnen zu einer dauerhaften Schönheit verhelfen wird.



Schöne Lippen soll man küssen

Hyaluronsäure, Kollagen und Eigenfett sind auch für die Lippenvergrößerung geeignet
Denkt man an Angelina Jolie, fallen einem sofort eins ein: ihre Lippen. Sie sind voluminös und ausdrucksstark. Unlängst wurde ihr Mund sogar zum schönsten Kussmund der Welt gekürt.
Und tatsächlich: Volle Lippen lassen uns sinnlich und schön aussehen, sie setzen unser Gesicht erst richtig in Szene.
Mit Hyaluronsäure, Kollagen und Eigenfett ist es möglich, die Lippen auf ganz natürlichem Weg aufzupolstern. Egal ob schmale Lippen, unterschiedliche Ober- und Unterlippen oder hängende Mundwinkel: Alle drei körpereigenen Baustoffe liefern perfekte Ergebnisse und geben Ihrem Mund ein natürliches Volumen. Mit einer sehr feinen Nadel wird das Material direkt in die Lippen gespritzt. Eine lokale Betäubung reicht dafür vollkommen aus und schon nach kurzer Zeit sind Sie wieder gesellschaftsfähig.
Die Haltbarkeit der biologischen Stoffe ist allerdings begrenzt, der Körper baut nach und nach die Substanzen von selbst wieder ab. Synthetische Stoffe haben dieses Manko zwar nicht, aber Langzeitstudien zeigen, dass diese erhebliche Nebenwirkungen haben können. Genau an dieser Stelle punkten die natürlichen Materialien: Die Nebenwirkungen sind gering, da sie von Natur aus sowieso im Körper vorhanden sind und man dem Gewebe lediglich die fehlende Stütze zurückgibt.