AKtuelles

Karriereturbo? Schönheit!

 

Wer gut aussieht, ist selbstbewusst und hat eine positive Ausstrahlung. Forscher der Universität Texas fanden nun heraus, dass die Wirkung schöner Menschen auf andere sogar noch weiter geht: Wer gut aussieht, hat es leichter im Job. Mehr noch: Schöne Menschen verdienen sogar mehr als ihre Kollegen. „Gutes Aussehen wirkt auf das Gehalt etwa so stark wie eineinhalb Jahre Berufserfahrung mehr“, sagt Daniel Hamermesh von der Universität Texas. In einer Studie ließ er zunächst die Schönheit von Personen bewerten und anschließend verglich er diese mit dem Gehalt der Beurteilten. Das Ergebnis: Gut aussehende Menschen verdienen etwa fünf Prozent mehr als der Durchschnitt. Hamermesh nennt dies „Schönheitsprämie“.
Dass das Aussehen maßgeblich mit der Karriere zusammenhängt, zeigt auch Sonja Bischoff von der Universität für Wirtschaft und Politik in Hamburg. Seit über 20 Jahren befragt die Wissenschaftlerin Führungskräfte danach, wie groß sie den Einfluss der äußeren Erscheinung auf die Karriere einschätzen. Das Ergebnis ist verblüffend: Gutes Aussehen wird von Jahr zu Jahr immer wichtiger. So fanden in der aktuellen Studie 28 Prozent der Männer und 26 Prozent der Frauen den Faktor Schönheit bedeutsamer als Sprachkenntnisse oder gar persönliche Kontakte und Seilschaften.
Bereits Johann Wolfgang von Goethe sagte: „Schönheit ist ein gar willkommener Gast“. Dass gutes Aussehen aber 200 Jahre später sogar zum Karriereturbo wird, hätte er wohl nicht gedacht.


Schön, sexy –
und symmetrisch

Was ist schön? Stellt man hundert Menschen diese Frage, bekommt man hundert verschiedene Antworten darauf. Schönheit wird von jedem Menschen anders definiert, sie liegt sprichwörtlich im Auge des Betrachters. Zahlreiche Studien zeigen allerdings: Wir betrachten einander auf sehr ähnliche Weise und lieben die Symmetrie. Ist ein Gesicht besonders symmetrisch, empfinden wir die Person als sympathisch und attraktiv. Schon Säuglinge haben eine ausgeprägte Vorliebe für symmetrische Formen. Müssen sie sich zwischen einem Schachbrettmuster oder nicht-symmetrischen Formen entscheiden, wählen sie immer das symmetrische Schachbrett.
Wissenschaftler erklären unsere Sympathie für Symmetrie mit unserer angeborenen Ordnungsliebe. Die Welt ist komplex und voller Gefahren – Symmetrie gibt uns ein Stück Geborgenheit.
Natürlich ist kein Gesicht wirklich symmetrisch. Viele Menschen haben die berühmte „Schokoladenseite“. Wer wissen will, wie er mit zwei völlig symmetrischen Gesichtshälften aussieht, kann den Selbsttest machen. Auf der Seite www.symmeter.com/symfacer.htm kann man ein Bild hochladen, die Gesichtshälften spiegeln – und sich vom Ergebnis überraschen lassen.
Für alle, die über keine perfekten Symmetrien verfügen, gibt es allerdings Entwarnung. Zahlreiche Studien mit computergenerierten Gesichtern zeigen, dass vollkommen perfekt symmetrische Versionen schlechter abschneiden als andere. Sie werden schlichtweg als langweilig empfunden. Das Fazit: Schön sollte das Gesicht sein, aber bitte nicht unnatürlich.